Gute Führung beginnt bei der Person, die führt.

Executive Counseling verbindet die Reflexion konkreter Führungsfragen mit dem Blick auf persönliche Prägungen, innere Bilder, Werte und Beziehungsmuster.

Führung und persönliche Dynamik

Wenn ich Menschen mit Führungs­­­verantwortung in beruf­lichen und persön­lichen Veränderungs-, Klärungs- und Entwicklungs­­­prozessen begleite, ziele ich auf nach­haltige Ent­wicklung. Gemeinsam richten wir den Blick daher auf die Fragen hinter der aktuellen Heraus­­­forderung: Worum geht es in Ihrer Situation tatsächlich? Welche Dynamiken sind wirksam? Welche Rolle nehmen Sie konkret ein? Welche Erwartungen tragen Sie mit sich? Welcher nächste Schritt ist lang­fristig stimmig?

Viele Führungs­kräfte ver­fügen bereits über hohe fach­liche Kompetenz und große Leistungs­­­bereit­schaft. Nur sehr selten sind es fehlende Management­­techniken, die jemanden zu mir führen. Häufig sind es Situationen, in denen mehr Anstrengung und zusätzliche Tools alleine nicht mehr ausreichen: Werte­konflikte, Veränderungen der Führungs­rolle, Über­forderung, schwierige Entscheidungen, Spannungen im Team, der Wunsch nach beruflicher Neu­orientierung oder das Gefühl, dass die eigene Art zu führen nicht mehr so passt wie früher.

Beispiele aus der Praxis

Szenario 1: Manchmal entsteht die Heraus­forderung durch einen Rollen­wechsel. Jemand wird frisch Führungs­kraft und führt plötzlich Menschen, mit denen er oder sie früher auf gleicher Stufe im Team gearbeitet hat. Fach­lich ist die Person kompetent. Und doch mag es schwierig sein, nun den anderen Feedback zu geben, Grenzen zu setzen oder Erwartungen klar auszusprechen. Nicht, weil die Führungs­technik fehlt, sondern weil innerlich noch kein tragfähiges Führungs­bild entstanden ist. Oder weil innere Überzeugungen wirksam werden wie "Ich darf mich nicht über andere stellen.", "Ich muss von allen gemocht werden." oder "Konflikt gefährdet Beziehung." Solche Sätze bleiben oft unbewusst, prägen aber das konkrete Führungs­verhalten.

Szenario 2: In anderen Situationen verändert sich nicht die Aufgabe, sondern das innere Bild von Führung verliert seine Trag­fähigkeit. Vielleicht hat sich jemand über Jahre als fürsorg­licher "Familien­vater" des Unter­nehmens verstanden. Diese Haltung war lange stimmig und erfolgreich. Doch mit dem Wachstum der Organisation wird genau dieses Selbst­bild zur Belastung: allen nahe sein, alles mittragen, überall verfügbar bleiben. Was früher Verbindung geschaffen hat, führt nun zu Erschöpfung. Dann kann es notwendig werden, ein neues Führungs­bild zu entwickeln. Etwa das Bild eines Team-Captains, der Verant­wortung übernimmt, Orientierung gibt, aber nicht jedes Spiel selbst spielt und nicht jede Last persönlich tragen muss.

Szenario 3: Sie möchten ein Umfeld schaffen, das Neurodiversität wertschätzt. In Ihrem Team arbeiten wahrscheinlich jetzt schon Menschen mit unterschiedlichen neurodivergenten Merkmalen. Im Arbeitsalltag kann sich das etwa in besonderer Reizempfindlichkeit, einem starken Bedürfnis nach Klarheit, intensivem Fokus, direkter Kommunikation, Detaildenken oder hoher Geschwindigkeit bei komplexen Zusammenhängen zeigen. Die Führungsfrage lautet dann: Welche Bedingungen können Sie schaffen, damit unterschiedliche Menschen ihre Fähigkeiten gut einbringen können?

Mein Beitrag für Sie

In solchen und ähnlichen Konstellationen braucht es einen Gesprächs­­­partner auf Augen­höhe. Ich bin durch meinen eigenen Lebens­weg sowohl mit den wirt­schaft­lichen Zusammen­hängen als auch mit der psycho­sozialen Dynamik vertraut. In einem geschützten Rahmen betrachten wir gemeinsam Ihre aktuelle Situation, Ihren bisherigen Weg und die Muster, die in Ihrer Art der Führung wirksam werden: Was treibt Sie an? Wo übernehmen Sie zu viel oder zu wenig Verantwortung? Wie gehen Sie mit Kontrolle, Vertrauen, Konflikt, Unsicherheit oder Erwartungs­­­druck um? Welche Vorstellung von guter Führung tragen Sie in sich? Und passt dieses innere Bild noch zu Ihrer heutigen Rolle?

Ein Teil dieser Reflexion besteht darin, auch scheinbar selbstverständliche Vorstellungen von guter Führung und Zusammenarbeit zu hinterfragen. Besonders sichtbar wird das im Umgang mit Neurodiversität: Müssen engagierte Mitarbeiter in Besprechungen spontan sprechen? Muss Teamfähigkeit bedeuten, gern im Großraumbüro zu arbeiten? Ist direkte Kommunikation unhöflich? Bedeutet fehlender Blickkontakt Desinteresse? Muss jemand, der Verantwortung übernimmt, mit permanenten Unterbrechungen gut umgehen können? Solche Fragen lenken den Blick auf die eigenen Vorstellungen von Professionalität, Leistungsfähigkeit und Kooperation: Welche davon sind für die Aufgabe tatsächlich notwendig und welche bilden lediglich die Arbeitsweise der Mehrheit ab?

Meine Arbeits­weise ist dialogisch, strukturiert und ressourcen­­­orientiert. Ich arbeite bewusst in privater Atmosphäre, denn grund­legende Entwicklung braucht Tief­gang und Tief­gang braucht einen geschützten Rahmen. Wir nehmen uns Zeit, Zusammen­hänge zu verstehen und Klarheit zu schaffen. Aus der Klarheit heraus entstehen trag­fähige Entscheidungen. Und aus diesen Entscheidungen entwickelt sich wirksames Handeln.

Rahmenbedingungen und Terminvereinbarung


Neuroaffirmative Führung

Menschen unterscheiden sich darin, wie sie wahrnehmen, denken, kommunizieren und auf Anforderungen reagieren. Bei Neurodivergenz liegen einzelne dieser Merkmale deutlicher außerhalb des statistischen Durchschnitts. Dazu zählen unter anderem Autismus, ADHS, Hochbegabung, Dyslexie oder andere neurodivergente Ausprägungen.

Neuroaffirmative Führung bedeutet für mich, individuelle Denk- und Arbeitsweisen wertzuschätzen und Rahmenbedingungen zu schaffen, unter denen unterschiedliche Menschen Verantwortung übernehmen und ihre Fähigkeiten einbringen können. Oft ist es gerade die Vielfalt, die bessere Lösungen ermöglicht.

Ich bin selbst neurodivergent und sehe Neurodiversität als Ausdruck menschlicher Vielfalt. Im Executive Counseling unterstütze ich Sie dabei, neurodivergente Aspekte bei sich selbst oder in Ihrem Team besser zu verstehen und daraus einen stimmigen Umgang in Ihrer konkreten Führungssituation zu entwickeln.

Initiative Neuroaffirmativ

Meine Expertise

  • 25 Jahre Lehre und Forschung zu Betriebs­wirt­schaft und Unter­nehmens­führung an Universitäten und Fachhochschulen
  • Erfahrung mit schwierigen Verhandlungen in meinem früheren Beruf als Rechtsanwalt
  • Psychologische Tiefe durch langjährige Tätigkeit als Lebens- und Sozialberater
  • Zertifizierter Supervisor im WKO-Expertenpool
  • Internationale Vernetzung als Counselor grad. BVPPT

Non-Disclosure und höchste Vertraulichkeit sind bei meiner Tätigkeit selbstverständlich. Aus diesem Grund verzichte ich bewusst auf Testimonials oder Hinweise auf frühere Kunden.